Ist das Wi-Fi deines Smartphones ständig aktiviert? Surfst du öfters über öffentliche WLANs? Liest du E-Mails von unterwegs oder überprüfst dein Bankkonto? Wenn du dabei nicht in einem privaten, kennwortgeschützten Wi-Fi-Netzwerk angemeldet bist, können während deiner Onlinesitzung übertragene Daten von Fremden, die dasselbe Netzwerk verwenden, ausspioniert werden. Dadurch öffnest du Datendiebstahl, Schnüffeleien und sogar Identitätsdiebstahl Tür und Tor. VPNs helfen, deine Daten und deine Privatsphäre zu schützen. Aber was ist VPN?

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Wie funktioniert VPN?
Ein Virtual Private Network (VPN) bietet Online-Datenschutz und Anonymität, indem über eine öffentliche Internetverbindung ein privates Netzwerk erstellt wird. VPNs stellen im Wesentlichen einen Datentunnel zwischen einem lokalen Netzwerk und einem Ausgangsknoten an einem anderen Ort her, der Tausende von Kilometern entfernt sein kann. Dadurch entsteht der Eindruck, dass du dich woanders befindest. Die Maskierung deiner IP-Adresse verschafft dir die nötige Online-Freiheit und Anonymität, wenn du von unterwegs auf deine bevorzugten Apps und Websites zugreifst.
VPNs verwenden Verschlüsselung, um Daten zu chiffrieren, wenn diese über ein Wi-Fi Netzwerk gesendet werden. Dadurch werden die Daten unlesbar. Dieser Schutz ist besonders wichtig, wenn du ein öffentliches Wi-Fi-Netzwerk verwendest. So wird verhindert, dass andere Personen im Netzwerk deine Internetaktivitäten verfolgen. Ohne VPN kennt dein Internetdienstanbieter deinen gesamten Browserverlauf. Mit einem VPN wird dein Suchverlauf ausgeblendet, weil deine Webaktivität nicht deiner, sondern der IP-Adresse des VPN-Servers zugeordnet wird. Auch Suchmaschinen verfolgen dein Suchprotokoll.
Durch ein VPN erfolgt eine Verknüpfung mit einer fremden IP-Adresse und deine Aktivitäten bleiben privat.
Grundsätzlich schützt ein VPN nachstehende Informationen
Deinen Browser-Verlauf: Dein Internetdienstanbieter und Webbrowser zeichnen fast alles auf, was du im Internet tust. Viele Websites haben außerdem eine Historie. Webbrowser können deinen Suchverlauf nachverfolgen und mit deiner IP-Adresse verknüpfen. Leidest du beispielsweise an einer Krankheit und suchst im Internet nach Informationen über Behandlungsmöglichkeiten, machst du das ohne VPN-Verschlüsselung quasi öffentlich und wirst möglicherweise gezielte Werbeanzeigen von Pharmakonzernen erhalten. Auch wenn eine Behörde Aufzeichnungen von deinem Internetanbieter verlangt, schützt dich ein VPN.
Deine IP-Adresse und deinen Standort: Jeder, der deine IP-Adresse erfasst, weiß, was du im Internet gesucht hast und wo du dich bei der Suche befunden hast. Deine IP-Adresse führt immer zurück zu deinem Gerät.
Deine Geräte: Ein VPN schützt deine Geräte, einschließlich Desktop-Computer, Laptops, Tablets und Smartphones, vor neugierigen Blicken. Diese werden leicht zum Ziel für Cyberkriminelle, insbesondere wenn du dich in einem öffentlichen Wi-Fi-Netzwerk befindest. Mit einem VPN können Hacker nicht jede deiner Aktivitäten verfolgen und du beugst einem Identitätsdiebstahl vor.
Es gibt zahlreiche Anbieter von VPN-Lösungen. Ein guter VPN-Anbieter respektiert deine Privatsphäre, unterstützt alle gängigen Protokolle und Betriebssysteme und erlaubt es dir, den VPN-Zugang auf mehreren Geräten einzurichten.
Fazit
Durch Surfen im Internet oder Transaktionen in einem ungesicherten Wi-Fi-Netzwerk können private Informationen preisgeben und deine Surfgewohnheiten offengelegt werden. Ein VPN ist ein Muss für jeden, der sich um Privatsphäre, Sicherheit und Datenschutz im Internet Gedanken macht. Die Verschlüsselung und Anonymität, die ein VPN bietet, trägt zum Schutz deiner Daten und deiner Privatsphäre bei Online-Aktivitäten bei, egal, ob du E-Mails versendest, online einkaufst oder Rechnungen bezahlst. VPNs helfen auch dabei, das Surfen im Internet anonym zu halten.